Die Geschichte Wiens

Wien hat eine reiche Geschichte, neben den Restaurants, Geschäften und Casinos in Wien, ist sie mit der Hauptgrund für Touristen, die Stadt zu besuchen.

Mittelalter, Babenberger und Habsburger

Der richtige Aufstieg der Stadt begann im zehnten Jahrhundert, mit dem Sieg bei der Schlacht auf dem Lechfeld des ostfränkischen Königs Otto I. im Jahr 955.

Die Babenberger, errichteten im Jahr 976 die Markgrafschaft Ostarrichi. In dem Gebiet an der ungarischen Grenze lag auch Wien, was sich im elften Jahrhundert zu einem wichtigen Handelsort entwickelte. Im Jahr 1155 wurde Wien zur Hauptstadt gemacht und nach der Gründung des Herzogtums Österreich zum Sitz des Herzogs. 1221 wurde Wien als zweite österreichische Stadt das Stadt- und Stapelrecht verliehen. Dies stärkte ihre Handelsbeziehungen. Im Jahr 1278 begann die Herrschaft des Königshauses der Habsburger in Österreich. Besonders Rudolf IV. trug zum Wohlstand Wiens bei, da er eine kluge Wirtschaftspolitik betreib. 1365 wurde die Universität nach dem Vorbild Prags gegründet. In diesem Zug wurde auch das gotische Langhaus von St. Stephan erreichtet. Die Erbstreitigkeiten der Habsburger hatten allerdings auch wirtschaftliche Konsequenzen für die Stadt.

Im 15. Jahrhundert konnte die Stadt jedoch erneut aufblühen. Im Jahr 1556 wurde Wien Sitz des Kaisers. Es folgten in den Jahrhunderten darauf zwei Türkenbelagerungen und zwei große Pestepidemien hinterließen Spuren in der Stadt.

Wachstum und Kaiserzeit

Im 18. Jahrhundert wurden viele Manufakturen gegründet. Die Stadt blühte durch rege Bautätigkeiten auf und viele Prunkbauten wurden geschaffen. Zudem wurde die Infrastruktur in der Stadt verbessert.

In den Koalitionskriegen wurde Wien zweimal von Napoleon eingenommen und in 1804 wurde die Stadt die Hauptstadt des neu gegründeten Kaiserreichs Österreich.

1814/15 fand der Wiener Kongress statt, der die damalige Welt neu ordnete. Die folgende Epoche des Vormärzes ist zum einen durch das Aufstreben der Biedermeier Kultur geprägt und zum anderen durch die politische Repression.

Am 13. März 1848 brach die Märzrevolution aus, die den Fürsten Metternich zum Rücktritt zwang. Im Oktober folgte die Wiener Oktoberrevolution, bei der das Militär über die Demokraten siegte.

1850 begann man, die Stadt zu erweitern und 1873 gipfelte das Wachstum in der Weltausstellung. Mit Beginn der Industrialisierung wuchs die Stadt weiter und es entstand eine neue Arbeiterschicht. Zu dieser Zeit erlebte auch die Kultur eine Blütezeit und die Wiener Moderne erlebte ihren Höhepunkt, Wien wurde außerdem Zentrum des Jugendstils. Auch in Musik und Literatur erfreute man sich vieler Erfolge und Siegmund Freud entwickelte in diesem Ambiente die Psychoanalyse.

Von den Weltkriegen bis heute

Während der erste Weltkrieg keine unmittelbare Bedrohung für die Stadt, abgesehen von einer Versorgungskrise, darstellte, endete mit ihm doch das Kaiserreich und die erste Republik wurde in Wien ausgerufen. Wien wurde 1920 mit der Verfassung als eigenes Bundesland ausgerufen. 1938 marschierten die Nationalsozialisten in Wien ein. Diese vertrieben die Juden aus der Stadt. 1944 zerstörten Luftangriffe rund ein Fünftel der Stadt und 1945 kam es zu der Schlacht um Wien. Nach der Grenzziehung der Alliierten begann in Wien die zweite Republik. Es folgte der Ungarnaufstand und Pragerfrühling mit viel Emigration nach Wien. Heute wird Wien als eine der Städte mit der weltweit höchsten Lebensqualität gesehen.